Wenn (weibliche) Hormone Stress verursachen

Zugegeben: Wir Frauen haben es leider nicht immer leicht. Anders als Männer unterliegen Frauen dem weiblichen Zyklus und somit natürlichen hormonellen Schwankungen. Das bedeutet auch, dass es uns je nach Zyklusphase emotional, körperlich und stimmungstechnisch unterschiedlich gehen kann. Manche von uns spüren es am deutlichsten ca. 10-7 Tage vor der Periode, in der sogenannten prämenstruellen Phase. Einige leiden sogar am Prämenstruellen Syndrom (PMS), was psychisch und körperlich sehr herausfordernd ist und enormen Stress verursachen kann! Ich spreche da leider auch aus Erfahrung.  Um diesem Stressfaktor auf die Spur zu kommen, habe ich mich Jahre lang mit dem weiblichen Zyklus und vor allem meinem eigenen Zyklus auseinander gesetzt. Und meine hilfreichsten Erkenntnisse möchte ich heute mit Dir teilen! Man kann den weiblichen Zyklus in 4 Phasen unterteilen: 1. Beginn des Zyklus: Monatsblutung 2. Phase vor dem Eisprung 3. Phase ab dem Tag des Eisprungs 4. Prämenstruelle Phase


Aus emotionaler Sicht kannst Du diese 4 Phasen auch mit den 4 Jahreszeiten vergleichen.  Während der ersten Phase befinden wir uns in Winter. ❄️ Wir haben das Bedürfnis uns zurück zu ziehen, sind eher nach innen gekehrt und fühlen uns weniger kraftvoll. Gönne Dir während Deiner Periode die Ruhe und den Rückzug, den Du benötigst. Schlafe ruhig mehr und nimm Dir Zeit für Dich. In der zweiten Phase sind wir wieder voll in unserer Kraft. Diese Phase kann man mit dem Frühling vergleichen, da auch wir wieder aufblühen! 🌷 Du wirst Dich wieder voller Tatendrang fühlen und hast Lust aktiv zu sein. Die dritte Phase gleicht dem Sommer. 🌻 Während des Eisprungs sind wir aktiv, kommunikativ und haben Lust uns im Außen zu zeigen und uns mit anderen Menschen zu treffen. Wir fühlen uns ausgeglichen. Es kann aber auch sein, wenn Du sehr Östrogen geladen bist, dass auch hier die Gefühle ab und an mal hochbrodeln. Zu viel Östrogen kann nämlich durchaus auch wütend machen! Danach kommen wir in der vierten Zyklusphase also in den Herbst. 🍂 Diese prämenstruelle Phase ist für viele Frauen, wenn nicht sogar für die meisten, die dramatischste Phase. Wir sind emotional aufgeladen, nah am Wasser gebaut, sehr empfindsam und nehmen unter Umständen Stimmungen und Energien von anderen Menschen sehr viel deutlicher wahr und können uns leider weniger gut abgrenzen. Die Empathie ist also enorm geschärft, was u.U. sehr herausfordernd sein kann. Der Wunsch nach Rückzug und Innenkehr ist größer, vielleicht sogar am größten, in dieser Phase. Wir sind irgendwie weinerlich, gereizt und geraden häufig mit unserem Partner aneinander, weil wir uns mehr nach Bestätigung und Anerkennung sehnen. Auch körperliche Symptome wie Wassereinlagerungen, spannende Brüste, Kopfschmerzen und gesteigerter Appetit zeigen sich, was zu Unwohlsein und erhöhter Selbstkritik führen kann.  Meine Empfehlung für Dich: Schaue auf Dich. Findest Du Dich in diesen Phasen wieder? Beobachte Deinen Zyklus, ggf. mit einem Kalender oder einer App, und gib Dir in den unterschiedlichen Phasen die Zeit und den Rückzug, den Du brauchst - und kommuniziere das auch nach außen! Für uns Frauen ist es nämlich enorm wichtig und heilsam, wenn wir unseren natürlichen Zyklus nicht ignorieren, sondern gemeinsam mit ihm schwingen. Denn: "Wir Frauen sind nicht launisch - wir sind zyklisch!" 


Meine besten Tipps gegen PMS-Beschwerden findest Du hier.


Hast Du Fragen? Schreib mich einfach an. Ich bin gern für Dich da!

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